Schönheit und Hautpflege

Hemp und CBD: Sind sie dasselbe wie Marihuana?

Karolina Schulz

Karolina Schulz

Hemp und CBD: Sind sie dasselbe wie Marihuana?

Vielleicht hast du schon mal ein Serum mit CBD gesehen und dich gefragt: Ist das nicht einfach Marihuana? Oder hast du gehört, dass Hemp dasselbe ist wie Cannabis - und dich verwirrt gefragt, warum manche Produkte legal sind und andere nicht? Die Antwort ist einfacher, als du denkst. Hemp, CBD und Marihuana haben zwar denselben Ursprung, aber sie sind nicht dasselbe. Und das macht einen riesigen Unterschied - besonders, wenn es um Hautpflege geht.

Was ist Hemp?

Hemp, auch Hanf genannt, ist eine Pflanze aus der Cannabis-Familie. Aber nicht jede Cannabis-Pflanze ist Hemp. Hemp ist speziell gezüchtet worden, um extrem wenig Tetrahydrocannabinol (THC) zu enthalten - weniger als 0,2 % in der EU. Das ist weniger als ein Tropfen in einem Meer. Du findest Hemp in Kleidung, Baustoffen, Lebensmitteln und vor allem in Hautpflegeprodukten. Die Samen und die Blätter enthalten viele Nährstoffe, Omega-Fettsäuren und Antioxidantien. Deshalb wird Hanföl oft in Cremes, Serums und Seifen verwendet. Es pflegt die Haut, ohne sie zu fettig zu machen oder Akne auszulösen.

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol. Es ist eine natürliche Verbindung, die in der Hemp-Pflanze vorkommt - aber auch in anderen Cannabis-Pflanzen. Im Gegensatz zu THC hat CBD keine berauschende Wirkung. Es wirkt nicht auf das Gehirn, um ein Hochgefühl zu erzeugen. Stattdessen interagiert CBD mit deinem körpereigenen Endocannabinoid-System, das für Balance zuständig ist: Schlaf, Schmerz, Entzündungen und Stress. Deshalb wird CBD in Hautpflegeprodukten eingesetzt: Es beruhigt gereizte Haut, reduziert Rötungen und kann bei Neurodermitis oder Rosazea helfen. Studien zeigen, dass CBD-Creme bei entzündlicher Haut über 70 % der Probanden eine Verbesserung gezeigt hat - ohne Nebenwirkungen.

Was ist Marihuana?

Marihuana ist ein anderer Name für Cannabis-Pflanzen, die gezielt gezüchtet wurden, um viel THC zu produzieren - oft zwischen 15 % und 30 %. Das ist der Stoff, der dich high macht. Marihuana wird hauptsächlich für medizinische oder rekreative Zwecke konsumiert, etwa geraucht, gedampft oder in Lebensmitteln verarbeitet. In Deutschland ist Marihuana mit hohem THC-Gehalt weiterhin illegal, außer in streng kontrollierten medizinischen Fällen. Du findest Marihuana nicht in Kosmetikprodukten. Und wenn du ein Serum mit „Cannabis-Extrakt“ siehst, das keine CBD enthält, dann ist das höchstwahrscheinlich Marihuana - und das ist in Kosmetik verboten.

Warum ist der Unterschied wichtig für deine Haut?

Du willst keine Rauschmittel auf deine Haut auftragen. Du willst etwas, das beruhigt, heilt und sicher ist. Hemp-basierte Produkte mit CBD erfüllen das. Sie enthalten keine nennenswerte Menge THC - also kein Risiko, dass etwas in dein Blut gelangt. Sie sind nicht psychoaktiv, nicht süchtig machend und nicht illegal. In Deutschland sind sie vollkommen legal, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Das ist der Grund, warum du CBD-Cremes in Drogerien, Apotheken und Online-Shops findest. Marihuana hingegen ist in Kosmetik nicht erlaubt. Wenn ein Produkt „Cannabis“ sagt, aber kein CBD nennt, ist das ein Warnsignal.

Frau trägt CBD-Creme auf, transparente Moleküle zeigen CBD-Wirkung auf Hautzellen, THC ist durch ein rotes X markiert.

Was steht auf der Zutatenliste?

Wenn du ein Produkt mit CBD kaufst, steht da klar: Cannabidiol, CBD oder Hemp Extract. Manchmal steht auch Cannabis Sativa Seed Oil - das ist Hanfsamenöl, kein CBD, aber trotzdem gut für die Haut. Es enthält keine Cannabinoide, aber viele Fettsäuren. Aber wenn du Cannabis Flower Extract oder THC auf der Liste siehst, dann ist das Marihuana - und das gehört nicht in deine Hautpflege. In der EU ist das verboten. Und wenn du es in einem Produkt findest, ist es entweder illegal oder falsch gekennzeichnet.

Was ist mit „Full Spectrum“ und „Broad Spectrum“?

Manche CBD-Produkte sagen „Full Spectrum“. Das bedeutet: Sie enthalten nicht nur CBD, sondern auch andere Cannabinoide, Terpene und Spuren von THC - aber immer noch unter 0,2 %. Das ist legal und kann die Wirkung verstärken. „Broad Spectrum“ hingegen hat CBD und andere Wirkstoffe, aber kein THC. Beide sind sicher. Aber wenn du besonders empfindlich bist oder eine strenge Berufskontrolle hast (z. B. Polizei, Pilot, Arzt), dann wähle „Broad Spectrum“ oder „CBD Isolate“ - da ist gar kein THC drin. Kein Risiko, keine Sorge.

Warum wird Hemp so oft mit Marihuana verwechselt?

Weil beide aus derselben Pflanzenfamilie kommen. Es ist wie bei Äpfeln und Birnen: Beides Obst, aber nicht dasselbe. Die Medien, Social Media und sogar manche Werbung verschwimmen die Unterschiede, weil „Cannabis“ ein starkes Wort ist. Aber in der Wissenschaft und in der Kosmetik ist das nicht erlaubt. Die EU und die deutsche Bundesopiumstelle haben klare Regeln: Nur Hemp mit unter 0,2 % THC darf in Kosmetik verwendet werden. Alles andere ist illegal. Und wenn du es in einem Produkt findest, das nicht klar als CBD gekennzeichnet ist, dann ist es kein echtes Hautpflegeprodukt - es ist ein Risiko.

Waage mit legalen CBD-Produkten auf einer Seite, Marihuana auf der anderen, überlagert von deutscher Regulierungsbescheinigung.

Was du wirklich brauchst

Wenn du nach Hautpflege mit pflanzlichen Wirkstoffen suchst, dann suche nach:

  • CBD - als Hauptwirkstoff
  • Hemp Seed Oil - für Nährstoffe und Feuchtigkeit
  • THC-frei - auf der Verpackung steht es
  • Prüfzertifikat - ein Laborbericht, der den CBD- und THC-Gehalt zeigt

Vermeide Produkte, die nur „Cannabis“ oder „Marihuana-Extrakt“ sagen. Das ist entweder irreführend oder illegal. Und du willst doch nur eine klare, sichere Hautpflege - nicht ein juristisches Risiko.

Was ist mit CBD in Deutschland?

In Deutschland ist CBD in Kosmetik vollkommen legal - seit 2022 hat die Europäische Kommission klargestellt, dass CBD aus Hemp nicht als Betäubungsmittel gilt, solange es unter 0,2 % THC enthält. Die Bundesopiumstelle überwacht das. Du kannst CBD-Cremes, Serums und Seifen ohne Rezept kaufen. Sie sind in Apotheken, Drogerien wie dm und Rossmann, und in spezialisierten Online-Shops erhältlich. Keine Angst, keine Strafe - nur kluge Wahl.

Ist CBD aus Hemp legal in Deutschland?

Ja, CBD aus Hemp ist in Deutschland legal, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt. Das gilt für Kosmetik, Nahrungsergänzung und Öle. Produkte müssen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) überwacht werden. Du kannst sie ohne Rezept kaufen.

Kann CBD mich high machen?

Nein. CBD ist nicht psychoaktiv. Es wirkt nicht auf die gleichen Rezeptoren wie THC. Du wirst nicht high, du wirst nicht schläfrig und du wirst nicht benommen. CBD beruhigt deine Haut und kann Stress im Körper reduzieren - aber es verändert deine Wahrnehmung nicht.

Warum enthalten manche CBD-Produkte THC?

Einige Produkte enthalten winzige Spuren von THC (unter 0,2 %), weil sie aus „Full Spectrum“-Extrakten hergestellt werden. Diese Spuren sind nicht genug, um eine Wirkung zu erzeugen, aber sie können die Wirkung von CBD verstärken. Wenn du sicher sein willst, dass kein THC drin ist, wähle „CBD Isolate“ oder „Broad Spectrum“ ohne THC.

Ist Hanföl dasselbe wie CBD-Öl?

Nein. Hanföl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und enthält keine CBD. Es ist reich an Fettsäuren und gut für die Haut. CBD-Öl wird aus den Blüten und Blättern gewonnen und enthält konzentriertes Cannabidiol. Beide sind nützlich - aber sie wirken anders.

Kann ich CBD in der Schwangerschaft verwenden?

Auch wenn CBD sicher erscheint, gibt es noch keine ausreichenden Studien über seine Wirkung in der Schwangerschaft. Ärzte und Apotheker empfehlen daher, CBD-Produkte in dieser Phase zu vermeiden. Sprich mit deinem Arzt, bevor du es verwendest.

Was kommt als Nächstes?

Wenn du jetzt weißt, dass Hemp und CBD nicht dasselbe sind wie Marihuana, dann kannst du mit Sicherheit in die Welt der CBD-Kosmetik eintauchen. Du brauchst keine Angst mehr vor illegalen Produkten. Du brauchst keine Verwirrung mehr, wenn du auf der Zutatenliste „Cannabis“ siehst. Du kannst jetzt gezielt nach Produkten suchen, die wirklich wirken - ohne Risiko. Und das ist der beste Weg, um deine Haut zu pflegen: mit klarem Wissen, nicht mit Gerüchten.