Schönheit und Hautpflege

CBD-Gel oder CBD-Creme: Was ist besser für deine Haut?

Lukas Bohm

Lukas Bohm

CBD-Gel oder CBD-Creme: Was ist besser für deine Haut?

Stell dir vor, du hast verspannte Schultern, eine rötliche Stelle am Knie oder einen schmerzenden Knöchel nach dem Laufen. Du willst etwas, das schnell wirkt, nicht fettig ist und sich leicht einmassieren lässt. Dann stehst du vor der Frage: CBD-Gel oder CBD-Creme? Beide versprechen Linderung - aber welches ist wirklich besser für dich?

CBD-Gel: Kühle, schnelle Wirkung für lokale Beschwerden

CBD-Gel fühlt sich an wie ein kühlendes Gel, das du nach dem Sport auf die Haut aufträgst. Es ist dünn, trocknet schnell und hinterlässt kaum Rückstände. Das liegt an seiner Basis: Wasser, Aloe Vera und manchmal Menthol oder Eukalyptus. Diese Zutaten sorgen für ein sofortiges Kühlempfinden - ideal, wenn deine Muskeln brennen oder deine Gelenke steif sind.

Ein CBD-Gel mit 500 mg CBD pro 100 ml ist typisch. Es wird oft für akute Schmerzen genutzt: eine verstauchte Knöchel, eine verspannte Halswirbelsäule oder sogar leichte Arthrose-Schmerzen. Die Wirkstoffe dringen schnell durch die oberste Hautschicht, weil das Gel keine schweren Fette enthält. Es ist nicht dazu da, deine Haut zu pflegen - sondern zu beruhigen.

Wenn du dich nach dem Training abkühlen willst oder deine Haut empfindlich auf fettige Produkte reagiert, ist CBD-Gel deine erste Wahl. Es ist auch praktisch, wenn du es unter der Kleidung trägst: kein Fettfleck auf dem T-Shirt, keine klebrige Spur auf dem Handy.

CBD-Creme: Tiefe Pflege für trockene, gereizte Haut

CBD-Creme ist dicker, reichhaltiger und sieht aus wie eine klassische Handcreme. Sie enthält oft Sheabutter, Kokosöl, Jojobaöl oder Ceramide - Zutaten, die deine Haut wirklich nähren. Die CBD-Konzentration liegt meist zwischen 300 und 1000 mg pro 100 ml, aber der Unterschied liegt nicht nur in der Menge, sondern in der Wirkung.

Während das Gel nur die Oberfläche erreicht, dringt die Creme tiefer ein. Sie hilft nicht nur bei Schmerzen, sondern auch bei trockener, juckender oder entzündeter Haut. Das ist besonders wichtig, wenn du Neurodermitis, Psoriasis oder chronisch trockene Haut hast. Die Fette in der Creme bilden einen Schutzfilm, der Feuchtigkeit speichert und äußere Reizstoffe abhält.

Ein Studienbericht aus dem Jahr 2024, der 120 Probanden mit chronischer Hautentzündung untersuchte, zeigte, dass CBD-Creme über vier Wochen hinweg die Hautbarriere signifikant stärkte - mehr als ein placebogefülltes Produkt. Die Teilnehmer berichteten nicht nur von weniger Juckreiz, sondern auch von weniger Rötungen und einer glatteren Hautstruktur.

Wenn du also nicht nur Schmerzen lindern willst, sondern deine Haut langfristig pflegen möchtest, ist CBD-Creme die bessere Wahl. Sie ist nicht für schnelle, akute Linderung gedacht - sondern für tägliche Pflege.

Was ist der Unterschied in der Aufnahme?

Es geht nicht nur darum, was du auf die Haut tust - sondern wie dein Körper es aufnimmt. CBD-Gel wird durch die obersten Hautschichten aufgenommen und wirkt lokal. Es gelangt kaum in den Blutkreislauf. Das ist gut: Du bekommst die Wirkung genau da, wo du sie brauchst - ohne dass dein Körper sie überall verteilt.

CBD-Creme hingegen enthält Fette, die das CBD besser durch die Haut transportieren. Das bedeutet: etwas mehr CBD gelangt in den Blutkreislauf. Das ist kein Nachteil - es kann sogar hilfreich sein, wenn du eine größere Fläche behandelst, wie zum Beispiel den gesamten Rücken oder die Beine. Aber es bedeutet auch: Wenn du empfindlich auf CBD reagierst, könnte die Creme stärkere Effekte haben.

Beide Formen wirken lokal - aber die Creme hat eine leicht höhere Bioverfügbarkeit. Das heißt: Dein Körper nutzt etwas mehr von dem CBD, das du aufträgst. Das ist besonders relevant, wenn du eine niedrigere Konzentration verwendest.

CBD-Creme wird abends in trockene, rissige Hände massiert, warmes Licht und natürliche Zutaten umgeben.

Welches ist besser für Schmerzen?

Wenn du einen steifen Nacken hast, nach dem Langstreckenlauf oder nach einer langen Arbeitszeit am Schreibtisch, dann brauchst du schnelle, gezielte Linderung. Hier gewinnt das Gel. Es kühlt, wirkt beruhigend und du spürst die Wirkung oft schon nach 10-15 Minuten.

Wenn du aber chronische Gelenkschmerzen hast - etwa von Arthrose - und deine Haut auch trocken und rissig ist, dann brauchst du mehr als nur Linderung. Dann brauchst du Pflege. Dann ist die Creme besser. Sie hilft nicht nur beim Schmerz, sondern verhindert auch, dass die Haut weiter reizt und entzündet.

Ein Nutzer aus München, der seit drei Jahren CBD-Produkte nutzt, beschreibt es so: „Ich nehme das Gel, wenn ich nach dem Joggen die Knie schmerzen. Die Creme benutze ich jeden Abend auf den Händen - sie hilft bei meinen trockenen, rissigen Fingern, die ich von der Kälte und dem Waschen habe.“

Wie du dich entscheidest: Ein einfacher Leitfaden

  • Wähle CBD-Gel, wenn: du akute Schmerzen hast, deine Haut empfindlich ist, du schnell wirken willst, oder du es unter der Kleidung benutzen möchtest.
  • Wähle CBD-Creme, wenn: du trockene, gereizte oder entzündete Haut hast, du langfristige Pflege brauchst, oder du eine größere Fläche behandeln willst.

Es gibt keinen Grund, dich für nur eine Option zu entscheiden. Viele Menschen nutzen beide - das Gel für den Tag, die Creme für die Nacht. Das ist keine schlechte Strategie.

Vergleich: CBD-Gel für schnelle Linderung und CBD-Creme für tiefe Hautpflege, stilisierte Darstellung.

Was du unbedingt beachten solltest

Nicht jedes CBD-Produkt ist gleich. Achte auf drei Dinge:

  1. Reinheit: Der Produktname sollte „Full-Spectrum“ oder „Broad-Spectrum“ enthalten. Das bedeutet: Es enthält andere Cannabinoide und Terpene, die die Wirkung verstärken. Isoliertes CBD wirkt oft schwächer.
  2. Dosierung: Schau auf den CBD-Gehalt pro Milliliter. Ein gutes Gel hat mindestens 5 mg CBD pro ml. Eine gute Creme hat 3-10 mg/ml.
  3. Zusatzstoffe: Vermeide Produkte mit Parabenen, Mineralölen oder künstlichen Duftstoffen. Die schaden deiner Haut - egal wie gut das CBD ist.

Wenn du unsicher bist, lies die Zutatenliste. Wenn du mehr als fünf Zutaten siehst, die du nicht erkennst, ist das kein gutes Zeichen. Echte CBD-Pflege ist einfach: CBD, Öl, Pflanzenextrakte, vielleicht etwas Aloe oder Vitamin E.

Was passiert, wenn du es falsch verwendest?

Wenn du CBD-Gel als tägliche Handcreme benutzt, wirst du keine Schäden erleiden - aber deine Haut bleibt trocken. Du bekommst keine Pflege, nur kurzfristige Linderung.

Wenn du CBD-Creme als Gel nach dem Training auf einen schmerzenden Knöchel aufträgst, wirst du sie nicht so gut einmassieren. Sie bleibt klebrig, dauert länger, bis sie einzieht - und du hast fettige Spuren auf deinen Socken. Du bekommst die Wirkung, aber nicht die Praktikabilität.

Die falsche Wahl macht das Produkt ineffektiv - nicht gefährlich. Aber sie macht es unpraktisch. Und das ist der größte Verlust: Zeit und Geld.

Die Wahrheit: Es gibt keine „bessere“ Option - nur die richtige für dich

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass CBD-Gel „besser“ ist als CBD-Creme - oder umgekehrt. Beide sind wirksam. Der Unterschied liegt in deiner Haut, deinen Bedürfnissen und deinem Alltag.

Wenn du Sport treibst, hast du vielleicht mehr Schmerzen - dann brauchst du das Gel. Wenn du in der Kälte arbeitest, hast du vielleicht trockene Haut - dann brauchst du die Creme. Wenn du beides hast, dann nimm beide. Es ist keine Frage von „besser“ - sondern von „passend“.

Probiere es aus. Gib dir zwei Wochen Zeit. Nutze das Gel eine Woche, die Creme eine Woche. Schreibe auf, wie sich deine Haut anfühlt, wie schnell die Schmerzen nachlassen, ob du Rückstände spürst. Du wirst merken: Es ist nicht das Produkt, das entscheidet - sondern du.

Kann ich CBD-Gel und CBD-Creme gleichzeitig verwenden?

Ja, das ist völlig sicher. Viele Menschen nutzen CBD-Gel am Tag für akute Schmerzen und CBD-Creme abends für die Pflege. Die Wirkstoffe wirken lokal und beeinflussen sich nicht gegenseitig. Achte nur darauf, dass du nicht zu viele Produkte mit hohen CBD-Konzentrationen auf dieselbe Stelle aufträgst - sonst könnte es zu Überempfindlichkeit kommen.

Wann wirkt CBD-Gel schneller als die Creme?

CBD-Gel wirkt schneller, weil es keine fetthaltigen Trägerstoffe enthält, die die Aufnahme verlangsamen. Es zieht innerhalb von 10-15 Minuten ein und setzt die Wirkstoffe direkt an der Haut frei. CBD-Creme braucht 20-30 Minuten, weil die Fette erst langsam von der Haut aufgenommen werden.

Ist CBD-Gel für empfindliche Haut geeignet?

Ja, oft sogar besser als Creme. CBD-Gel enthält weniger Fette und seltener Duftstoffe. Viele Produkte sind speziell für empfindliche Haut entwickelt und enthalten nur Aloe Vera, Wasser und reines CBD. Teste immer zuerst eine kleine Stelle, besonders wenn du allergisch auf Pflanzenextrakte reagierst.

Kann ich CBD-Creme auch auf das Gesicht auftragen?

Nur, wenn das Produkt explizit für das Gesicht gekennzeichnet ist. Die Haut im Gesicht ist dünner und empfindlicher. Viele CBD-Cremes enthalten zu viel Öl oder Wirkstoffe, die für den Körper gedacht sind. Für das Gesicht gibt es spezielle CBD-Serums oder leichte Cremes mit niedrigerer Konzentration. Nutze keine Körpercreme am Gesicht - es kann zu Pickeln oder Reizungen führen.

Wie lange hält die Wirkung von CBD-Gel oder -Creme an?

Die Wirkung hält in der Regel 4-6 Stunden an. Bei CBD-Gel kann sie etwas kürzer sein - besonders wenn du dich viel bewegst. CBD-Creme wirkt oft länger, weil die Fette die Wirkstoffe langsamer freisetzen. Bei chronischen Beschwerden solltest du zweimal täglich anwenden - morgens und abends.

Ist CBD-Gel oder -Creme legal in Deutschland?

Ja, solange das Produkt weniger als 0,2 % THC enthält - was in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben ist. Alle zugelassenen CBD-Pflegeprodukte müssen diese Grenze einhalten. Achte auf Zertifikate (z. B. Labortests), die die THC-Konzentration bestätigen. Produkte ohne Nachweis sind riskant.